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Presseerklärung Nr. 12 v. 19.09.2019

Neue Auflage der „Mindestanforderungen an Gutachten im Kindschaftsrecht“

Arbeitsgemeinschaft Familienrechtliche Gutachten hat Mindestanforderungen überarbeitet und Qualitätsstandards erweitert

Mit der 2. Auflage der „Mindestanforderungen an die Qualität von Sachverständigengutachten im Kindschaftsrecht“ hat eine Expertengruppe die Entwicklungen und Erfahrungen der letzten vier Jahre aufgegriffen und nicht nur die Qualitätsstandards ausgebaut, sondern auch Anpassungen an die aktuelle Gesetzeslage vorgenommen. Die Broschüre ist ab sofort beim Deutschen Psychologenverlag unter www.psychologenverlag.de zu bestellen und steht auch unter https://www.brak.de/die-brak/organisation/ausschuesse/ausschuss-familienrecht/ zum Download bereit.

Die neue Auflage enthält Ergänzungen zum Thema Beweisbeschluss im Verfahrensrecht und wurde um Mindestanforderungen an Gutachten mit Hinwirken auf Einvernehmen, § 163 Abs. 2 FamFG, ergänzt.

Die Empfehlungen wurden von Vertreterinnen und Vertretern juristischer, psychologischer, medizinischer und sozialpädagogischer Fachverbände, der Bundesrechtsanwalts- und der Bundespsychotherapeutenkammer erarbeitet. Der Prozess wurde fachlich begleitet durch das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz und unterstützt durch den XII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes. Die Landesjustizministerien waren eingebunden und wirkten – zum Teil – fachlich begleitend mit. Damit basiert die überarbeitete Auflage auf einem noch breiteren Konsens als die Erstauflage.

In der Vergangenheit ist die Diskussion um die Qualität forensischer Gutachten durch einige umstrittene Urteile in den Fokus der medialen und politischen Öffentlichkeit gerückt. Daher haben Vertreterinnen und Vertreter aus Fachverbänden und Kammern unter Begleitung des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz 2015 die ersten fachübergreifenden Qualitätsstandards für Gutachten im Familienrecht erarbeitet. Im Koalitionsvertrag haben die Regierungsparteien vereinbart, den begonnenen Qualitätssicherungsprozess in Zusammenarbeit mit den Berufsverbänden verbindlich auszubauen. Die nun veröffentlichte überarbeitete Auflage der Mindeststandards ist das Ergebnis eines fortlaufenden Prozesses.


Hintergrundinformationen

An dem Projekt waren zur Bündelung von Kompetenzen und Erfahrungen fachübergreifend zahlreiche Fachverbände und Kammern beteiligt: Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP), Bundesarbeitsgemeinschaft Leitender Klinikärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (BAG KJPP), Berufsverband für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (BKJPP), Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP), Berufsverband für Beratung, Pädagogik & Psychotherapie (BVPPT), Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK), Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK), Deutscher Anwaltverein (DAV), Der Deutsche Familiengerichtstag (DFGT), Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN), Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs), Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF), Deutscher Juristinnenbund (djb), Deutscher Richterbund (DRB), Fachverband Systemisch-Lösungsorientierter Sachverständiger im Familienrecht (FSLS), Neue Richtervereinigung (NRV), Institut für Soziale Arbeit (ISA) und die Wissenschaftliche Vereinigung für Familienrecht.

 

Die Bundesrechtsanwaltskammer ist die Dachorganisation der anwaltlichen Selbstverwaltung. Sie vertritt die Interessen der 28 Rechtsanwaltskammern und damit der gesamten Anwaltschaft der Bundesrepublik Deutschland mit etwa 165.000 Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten gegenüber Behörden, Gerichten und Organisationen - auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene.

Weitere Informationen:
Rechtsanwältin Stephanie Beyrich (Geschäftsführerin)
Tel.    030.28 49 39 - 82
Mail   beyrich@brak.de

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Pressekontakt

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